Jahresberichte
Jahresbericht Sozialkunde 2011/2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Trappe   
Dienstag, den 31. Juli 2012 um 21:23 Uhr

 

SOZIALKUNDE

Die Teilhabe von Jugendlichen ist vielerorts Bestandteil aktueller gesellschaftlicher Debatten des Staatsverständnisses, über die Zukunft des demokratischen Systems, über Menschen- und Bürgerrechte von Kindern und Jugendlichen, über nachhaltige lokale Entwicklungen und den demographischen Wandel.

Teilhabe von Jugendlichen muss erst Recht in der Auseinandersetzung mit  der für den Jugendlichen neuen Rolle am Arbeitsplatz und seiner "Positionierung" in der "Erwachsenenwelt" stattfinden. Ihr Engagement bestimmt die Arbeits- und Lebenswelt von morgen.

Einen Teil dieser Sozialisationsaufgabe hat die Schule zu leisten. Emanzipation durch Bildung bedeutet dabei ein aktives Einbinden von Jugendlichen in schulische bzw. gesellschaftliche Prozesse. Lernen und Sozialisation bedeutet ein Hineinwachsen von Neulingen in eine Gemeinschaft von Experten. Dazu bedarf es Angebote an die Jugendlichen.

Hierzu versuchte der Fachbereich Sozialkunde im Schuljahr 2011/12 einen kleinen Teil beizutragen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Berufsschule Neumarkt im Gespräch mit ..." war Herr Dr. Erös am 17. November als Gast in der Berufsschule Neumarkt zu einem Vortrag mit dem Titel "Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen". Dr. Erös, pensionierter Oberstarzt der Bundeswehr, leistet seit über 20 Jahren humanitäre Hilfe in Krisenregionen Afrikas und Asiens. Er gilt als exzellenter Kenner Afghanistans und bildet regelmäßig deutsche Polizisten in Landeskunde für ihren dortigen Auslandseinsatz aus.

Dr Erös

Schon lange engagiert er sich dort und hat inzwischen mit seiner Stiftung u. a. mehr als zwei Dutzend Schulen für afghanische Mädchen und Jungen eröffnet.

Für sein Engagement wurde er mit dem Marion-Gräfin-Dönhoff-Förderpreis, dem Bundesverdienstkreuz und vielen anderen Auszeichnungen bedacht.

Herr Dr. Erös sprach am Vormittag vor ca. 150 Schülern aus verschiedenen Klassen und Jahrgangsstufen. Nachmittags referierte er dann vor 50 Sozialkundelehrern. (siehe Extrabericht)

 

Am 04. Mai 2012 fand im Rahmen der bundesweiten Europawoche ein Vortrag von Herrn Günter Gloser, MdB, Staatsminister für Europa a. D. in der Berufsschule Neumarkt statt.

Dabei hatten die Schüler im Anschluss an den Vortrag die Möglichkeit, einem erfahrenen Europapolitiker Fragen zu stellen.

MdB Günter Gloser

Gerade der unmittelbare Kontakt mit diesem politischen Entscheidungsträger bot den Schülern die Gelegenheit, mehr über Politik aus erster Hand zu erfahren. Sie konnten auf diese Weise aktuelle und zukünftige Herausforderungen in Europa unmittelbar kennen lernen, Einblicke in Entscheidungsprozesse gewinnen und Fragen unmittelbar an einen auf europäischer Ebene Handelnden richten. Bürgernähe und Transparenz sind wichtige Voraussetzungen für die Zustimmung zur EU und für das Vertrauen junger Menschen in die EU. (siehe Extrabericht)

 

Am 11. Mai fand an unserer Schule ein Projekttag zum Thema: Krise reloaded - Die Europäische Union und die Währungsturbulenzen statt, bei dem sich die Bankkaufleute der WBA 11 mit Themen rund um die Eurokrise beschäftigten.

Krise reloaded

Die Veranstaltung wurde von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Europäischen Akademie Berlin, Frau Dr. Weronika Priesmeyer-Tkocz in Kooperation mit der jeweils zuständigen Lehrkraft geleitet. (siehe Extrabericht)

 

Besonders hervorheben möchte ich die Bereitschaft einiger Kollegen, mit Ihren Klassen eine mehrtägige Abschluss- bzw. Klassenfahrt nach Berlin zu machen.

So fuhren dieses Jahr die Kollegen Nutz, Setz, Ernsberger, Drescher, Pröpster , Völkl und Zeiher mit Ihren Klassen in die Hauptstadt, um Sehenswürdigkeiten, aber natürlich auch sozialkundliche Themen zu erschließen. Dieses Engagement ist u.a. deswegen hervorzuheben, weil es zu einem großen Teil in der Freizeit der Lehrkräfte stattfindet und die Lehrkräfte diese wichtige pädagogische Arbeit trotz evtl. auftretender aufsichtsrechtlicher Risiken leisten. Ich denke dass diese Fahrten vielen Schülern weit über die "Berufschulzeit" in Erinnerung bleiben werden.

Erschossen an der innerdeutschen Grenze

Nicht unerwähnt darf dabei bleiben, dass wir seit Jahren bei diesen Fahrten von MdB Alois Karl sowohl finanziell als auch ideell sehr unterstützt werden. Dafür recht herzlichen Dank. Inzwischen hat sich der Hauptstadtbesuch ja schon zu einer kleinen  Gewohnheit entwickelt. Darüber freue ich mich sehr.

 

Ganz herzlicher Dank auch an die AOK Neumarkt für die Bereitschaft, in diesem Schuljahr insgesamt fünf kostenlose Prüfungsvorbereitungskurse für Abschlussschüler zum Thema Sozialversicherungsrecht in der Berufsschule Neumarkt anzubieten. Bei diesen Veranstaltungen wurden die Schüler optimal auf die kommenden Abschlussprüfungen vorbereitet. Hier gilt der Dank in erster Linie Frau Zehnter und Frau Schwarz von der AOK Neumarkt, die mit der Durchführung bzw. Planung dieser Veranstaltungen betraut waren.

 

Auch in diesem Jahr konnte wieder eine Gruppe von Schülern der Berufsschule Neumarkt im Rahmen des Programms "Lernort Staatsregierung" eine Fahrt nach München machen.

Bayerische Staatskanzlei

Dieses Mal waren es angehende Landwirte und Fachverkäuferinnen des Fleischerhandwerks, die zusammen mit den Klassenleitern, StD Janka und StD Omlor das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten besuchten. Im Anschluss daran hatten sie noch die Möglichkeit, die Bayerische Staatskanzlei zu besichtigen.

 

Erwähnt werden soll noch die Klasse WIN 10c, die sich in diesem Jahr mit viel Engagement an dem bundesweiten Wettbewerb "KLIMA & Co" beteiligte. Im Rahmen des Wettbewerbs wurde ein CO2-Einsparkonzept für die Berufsschule Neumarkt entwickelt. Zum anderen bot der Wettbewerb die Möglichkeit, die angehenden Industriekaufleute mit ihrem Ideenreichtum in den Entwicklungsprozess von Klimaschutzmaßnahmen einzubeziehen. Auch wenn wir nicht auf den vorderen Rängen landeten, bestehen berechtigte Hoffnungen bei der anstehenden Generalsanierung des Schulgebäudes, einige Ideen mit einzubringen. Insbesondere der Gedanke der möglichen  Installation einer Photovoltaikanlage wurde durch Herrn Borrmann, Vorstand der Jurenergie eG als zukünftiges Projekt persönlich unterstützt. Hoffen wir, dass der Sachaufwandsträger dieses Vorhaben bei der Generalsanierung nicht aus den Augen verliert.

 

Für den 18. Juli 2012 planen wir eine Veranstaltung in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, bei  der ein Zeitzeuge über seine Erlebnisse während des 2. Weltkrieges berichtet. Herr Letic musste nach seiner Verhaftung wegen Partisanentums Zwangsarbeit im Konzentrationslager Flossenbürg und Hersbruck leisten. Den Kontakt zur Gedenkstätte Flossenbürg stellte Herr StR Rolf Rupp her, dafür herzlichen Dank. Schön wäre es, wenn sich in Zukunft weitere Kooperationsmöglichkeiten mit dieser wichtigen Einrichtung deutscher Erinnerungskultur ergeben könnten.

Abschließend möchte ich den Mitgliedern der "Abteilung Religion" danken, die es wieder geschafft haben, unsere jährliche Spende in Höhe von 2.000,00 Euro an das Kinderhospiz im Allgäu zu organisieren. Ganz herzlichen Dank aber auch an die Schüler, die durch ihre "Spendenbereitschaft" dieses großartige Ergebnis erst ermöglichten.

Ergebnis des Weihnachtsbasars des Fördervereins

Für den gleichen Zweck spendete die Schülermitverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Berufsschule anlässlich des Weihnachtsmarktes noch mal 800,00 Euro aus den Erlösen des Weihnachtsmarktes. Nicht unerwähnt lassen möchte ich dabei den Besuch einer Vertreterin des Kindeshospizes im Juli 2011, bei dem sie es in einer sehr behutsamen aber gleichwohl anrührenden Weise verstand, die Arbeit in einem Hospiz transparenter zu machen. "Eine Gesellschaft zeichnet sich durch das aus, was sie für ihre schwächsten Mitglieder tut" (Bundespräsident a.D. Gustav Heinemann)

 

Zu guter Letzt gilt mein Dank Herrn OStD Albert Hierl, dem Schulleitungsteam, den Hausmeistern Herrn Sucker und Herrn Thumann und den Damen des Sekretariats, die die Vorhaben bzw. Wünsche des Fachbereichs Sozialkunde immer vorbehaltlos unterstützt und damit erst ermöglicht haben.

 

Trappe

Sozialkundefachbetreuer

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 31. Juli 2012 um 21:46 Uhr
 
Jahresbericht 2010/2011 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Trappe   
Samstag, den 09. Juli 2011 um 23:05 Uhr

Sozialkunde

Sozial ist - ja was eigentlich?

 

"Sozial ist was Arbeit schafft" lautet eine Erklärung, die sich die Initiative "Neue Soziale Markwirtschaft" auf die Fahne schreibt. Alfred Hugenberg (1865-1951) , verbreitete für die Reichstagswahl am 05. März 1933 den Slogan "Sozial ist, wer Arbeit schafft".

Arbeit gab es wieder genug in diesem Schuljahr. Was aber war sozial? Grund genug, einen kurzen Blick auf das vergangene Schuljahr zu werfen.

 

Ein pädagogischer Schwerpunkt dieses Schuljahres lag in mehreren Veranstaltungen der Friedrich Ebert Stiftung zum Thema Rechtsradikalismus .

Auch wenn an unserer Schule rechtsradikale "politische" Aktionen zum Glück nicht vorkamen, vielleicht aber auch nur nicht öffentlich wurden, kann man als Sozialkundelehrer im Unterricht schon die ein oder andere "rechte Äußerung" vernehmen, mit der man umzugehen hat.

Um entsprechend auf rechtsradikale Sprüche reagieren zu können, bedarf es in erster Linie der Information.

Ausstellung

Auf Initiative von Frau Sabrina Lenhof, Dipl. Sozialpädagogin und Leiterin der Jugendsozialarbeit an der Berufsschule Neumarkt, fand vom 08. Dezember 2010 bis zum 21. Januar 2011 die Ausstellung „Rechtsradikalismus in Bayern" in der Aula der Berufsschule Neumarkt statt.

Sie zeigte in 16 Tafeln Parteien, Rechtsextremistische Jugend, Propaganda, Symbole, rechtsradikale Frauen, Neue Rechte, rechte Agitation im Internet, Nationalismus / Rassismus / Antisemitismus / Minderheiten, Wesensmerkmale des Rechtsextremismus, Vorfälle, und Strategien gegen Rechts.

Begleitet wurde diese Veranstaltung von einer Schulung für Sozialkundelehrkräfte im Rahmen einer Sozialkundefachkonferenz. Dabei

erläuterte der Referent, Herr Dr. Andreas Angerstorfer jede Schautafel genau. Er ist Dozent an der theologischen Faktultät der Universität Regensburg und hat die Ausstellung inhaltlich mit konzipiert .

Dr. Andreas Angerstorfer

Der  Workshop „Rechte Musik" am 13. Januar 2011 wurde von der  Referentin  Frau Juliane Braun aus Dietfurt geleitet (siehe Extrabericht)

Den  Vortrag „Neonazismus aus der Sicht eines Aussteigers" hielt  ein ehemalig aktiver Rechtsradikaler und heutiger Aussteiger, der seine Erfahrungen mit rechten Kameraden an Schüler der 10. Klassen weitergab. Dabei waren im Vorfeld umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, da er immer noch von aktiven Rechtsradikalen bedroht wird.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 23. Juli 2011 um 11:06 Uhr
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Jahresbericht 2009/2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Trappe   
Freitag, den 23. Juli 2010 um 21:12 Uhr

 

Sozialkunde

„Demokratien sind nur lebensfähig, wenn sie von ihren Bürgern verstanden werden." „Der demokratische Rechtsstaat lebt vom mündigen Mitdenken und Mittun seiner Bürgerinnen und Bürger und ihrer Bereitschaft, sich selbst- und sozialverantwortlich ein Urteil zu bilden, in der Verfassung normierte Regeln und Werte zu respektieren und sich für sie zu engagieren."

 

Mit diesen Eingangszitaten wird im Bayerischen Lehrplan für Sozialkunde das Fachprofil des Unterrichtsfaches Sozialkunde für Berufsschulen beschrieben.

 

Es geht in der Sozialkunde also nicht nur um Wissensvermittlung, sondern auch um die Fähigkeit sich in der Gesellschaft und damit auch in den Betrieben und der Schule für ein Wertesystem aktiv einsetzen zu können.

 

Für uns als Berufsschule bedeutet das einerseits die fachlichen Grundlagen der Sozialkunde zu vermitteln, auf der anderen Seite aber auch in der Schule Möglichkeiten zu schaffen, sich darin zu üben sozial zu urteilen, zu handeln und zu reflektieren. Der Unterricht in Wirtschafts- und Sozialkunde soll diese Wahrnehmung der Bürgerrollen stärken.

 

Hier versucht der Fachbereich Anreize zu setzen, die den Zugang zu politischem Engagement erleichtern sollen.

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Am 18. September 2009 fand an der Berufsschule Neumarkt die U18 Wahl zum Bundestag statt. U18 ist die größte politische Bildungsinitiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Ihr Ziel ist es, junge Menschen dabei zu unterstützen, Politik zu verstehen, Unterschiede in den Partei- und Wahlprogrammen zu erkennen und Versprechen von Politikerinnen und Politikern zu hinterfragen (siehe Extrabericht).

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 21:30 Uhr
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Jahresbericht 2008/2009 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Trappe   
Samstag, den 18. Juli 2009 um 12:57 Uhr

Jahresbericht 2008/09

Schwarz oder weiß, homo oder hetero, AtheistIn, MuslimA oder ChristIn. Alle haben die gleichen Rechte? Ein schöner Traum.

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Noch immer werden Menschen wegen ihrer Hautfarbe, sexuellen Orientierung, religiösen Überzeugung, sozialen Zugehörigkeitoder ihres Geschlechts diskriminiert.

Jede Diskriminierung ist ein Angriff auf die menschliche Würde.

Auch im Schulleben sind solche Angriffe auf die Würde des anderen nicht selten.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. Juli 2010 um 12:54 Uhr
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Jahresbericht 2007/2008 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thomas Trappe   
Samstag, den 28. Februar 2009 um 16:45 Uhr

In der Woche vom 05.05.2008 bis 09.05.2008 fand an der Schule eine bundesweite „Europawoche" statt. Diese Schwerpunktwoche sollte zur Stärkung des Interesses und des Verständnisses der Schüler an der Europäischen Union beitragen und stand unter dem Motto: " Bayern in Europa".

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Wie jedes Jahr nahmen wieder etliche Klassen an Schülerwettbewerben teil. Leider konnten hier keine vorderen Plätze belegt werden, aber auch in Sozialkunde gilt das Motto „Dabei sein ist alles". Den unterstützenden Lehrkräften ein herzliches Dankeschön.

Ein wichtiges Thema zum Ende des Schuljahres stellte das Projekt „Schule ohne Rassismus" dar. Dabei ging die Initiative von den Bürokaufleuten der Klasse WBK 11c aus.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. Juli 2010 um 17:50 Uhr
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